Gelungene Premiere [neu mit Pics!!!]

19.10.2004 00:00  |  ()

Zweiter Platz für Aarauer Leichtathletik-Fussballer an nationalem Turnier



Zum ersten Mal nahm der BTV Aarau am Fussballturnier der Leichtathletikclubs teil und die Aarauer boten einen überzeugenden Einstand. Dank einer seriösen Vorbereitung, gutem Teamgeist, spielerischer Disziplin und unbändigem Kampfeswillen resultierte der zweite Platz. Mit ein wenig mehr Glück wäre gar der Sieg möglich gewesen.

gs. Zürich, 17. Oktober
Nein, geknickt waren die Aarauer nicht als sie am Sonntagabend frisch geduscht aus den Katakomben des Letzigrundstadions kamen und die Heimreise Richtung Westen antraten. Es überwog die Freude über die eigene Leistung, den erreichten zweiten Platz unter vier Vereinen (1. LCZ, 2. BTV Aarau, 3. LV Winterthur, 4. STB) - ungeschlagen notabene - und dennoch schwang auch etwas Enttäuschung mit, denn der Turniersieg wäre durchaus möglich gewesen. Zum Beispiel wenn man den LCZ geschlagen hätte…

Ein Fehlstart nach Mass und eine bemerkenswerte Reaktion
Im ersten Spiel des Turniers trafen die Aarauer auf den LCZ. Und sie gerieten wenige Minuten nach dem Anpfiff schon in Rückstand. Nach einem schnellen Gegenstoss der Zürcher über die rechte Seite wurde der LCZ-Stürmer von der Aarauer Abwehr zu wenig entschlossen angegangen und traf zum 0:1 ins Netz. Und nur wenig später noch dicker. Wiederum ein schneller Vorstoss der Zürcher, die Aarauer Abwehr bringt den Ball nicht weg, ein Zürcher ist zur Stelle, 0:2. Doch Aarau vermochte zu reagieren, es waren die Aarauer, ganz überwiegend in Ballbesitz nun, die das Spiel machten, immer wieder kamen sie über die Flügel bis weit in die Platzhälfte der Zürcher, doch gelang es ihnen zu selten mit hohen Flankenbällen ihre kopfballstarken Sturmspitzen Bächli und Widmer zu lancieren. Aarau rannte wieder und wieder an, aber Mal um Mal vermochten die Zürcher, die nun mit elf Mann ihren vermeintlich sicheren Vorsprung verteidigten, zu klären. Die Zeit schien Aarau davonzulaufen. Doch dann war es Mark Bächli der einen Abpraller aus kurzer Distanz am chancenlosen Zürcher Keeper vorbei in die Maschen drosch. 1:2! Nun kam wieder Hoffnung auf, die Aarauer fighteten, kamen aber gegen die nach wie vor ultradefensiv eingestellten Zürcher weiterhin nur zu wenigen klaren Chancen. Und doch sahen sich die Aarauer zum Schluss für ihren Kampfgeist belohnt. Kurz vor Spielende kommt der Ball 25 Meter vor dem Zürcher Tor zu Fabian Bryner, dieser fasst sich ein Herz und bezwingt den etwas zu weit vor seinem Gehäuse postierten Zürcher Goalie mit einem herrlichen Lobball. Das Tor des Tages! 2:2! Bei diesem Resultat blieb es, auf Grund der Spielanteile durften sich die Zürcher glücklich schätzen, wenigstens einen Punkt gerettet zu haben.

Fehlstart zum Zweiten
Im zweiten Spiel bekamen es die Aarauer mit Turnierfavorit Winterthur zu tun. Nach einer Spielminute kommt ein Winterthurer Corner zum hintern Pfosten, wo ein Winterthurer nur noch einzuschieben braucht. Pech für Aarau, der Ball war im Flug ganz klar hinter der Grundlinie, das Tor hätte anulliert werden müssen.
Doch auch durch diesen erneuten Fehlstart liessen sich die Aarauer nicht entmutigen. Geduldig versuchten sie ihr Spiel aufzubauen, mal über links mit Mani Roos, mal über rechts mit Dani Giezendanner oder durch die Mitte mit den Patrick und Fabian Bryner und David Zumbach. Meist lanciert von Routinier und Captain Ali Moumen. Doch wie zuvor gelang es nur selten die Stürmer in gefährliche Abschlussposition zu bringen. Es entwickelte sich ein gefälliges Spiel in dem auch Winterthur immer wieder vor das Aarauer Tor kam. Doch die gut disponierte Aarauer Defensive in der (in fliegendem Wechsel) Fabian Minder, Martin Leiser, Dominique Bartholdi, Stephan Fischer, Ali Moumen, Christian Quidort und Georg Schärer zum Einsatz kamen machte den pfeilschnellen Stürmern der Winterthurer das Leben schwer und klärte in der Regel hart aber fair. Die wenigen Schüsse aufs Tor waren ein sichere Beute des überzeugend agierenden Aarauer Keepers Oliver Meister. Es waren aber die Aarauer die mehr fürs Spiel taten und mehrheitlich in Ballbesitz waren. Und sie wurden für ihren Aufwand belohnt. Nach schönem Kombinationsspiel kommt Dani Giezendanner zum Flanken, Mark Bächli setzt sich gegen die eher kleingewachsenen Verteidiger der Winterthurer problemlos durch und verwertet mit dem Kopf zum 1:1. Beflügelt vom Ausgleichstreffer versuchten die Aarauer nun den Siegtreffer zu erzwingen, sie kamen auch zu einigen Chancen, doch fehlte das Glück im Abschluss. Es blieb beim Remis.

Sieg gegen Bern
Gegner im letzten Spiel war der STB. Aarau begann gut, versuchte wiederum sein Spiel aufzubauen und liess wenn den Bernern, wenn sie einmal in Ballbesitz waren, kaum Raum, störte früh und erkämpfte sich die Bälle meist schon im Mittelfeld wieder zurück. Aber wiederum war Geduld gefragt, die körperlich starken Berner, in Sachen Wasserverdrängung deutlich überlegen, liessen nur wenige Aarauer Möglichkeiten zu. Die beste Aarauer Chance aber nützte Felix Widmer. Von der Berner Abwehr sträflich alleine gelassen köpfelte er einen Eckball souverän in die weite obere Torecke zum 1:0. In der Folge tat Bern mehr fürs Spiel, ja es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, geprägt von Kampf und Krampf. Die Berner kamen nun öfters auf das Aarauer Tor, wurden aber von der nach wie vor gut stehenden Abwehr spätestens an der Strafraumgrenze regelmässig gestoppt. Eine Schrecksekunde hatten die Aarauer lediglich zu überstehen als Georg Schärer bei einem missglückten Rettungsversuch statt in den Corner den eigenen Pfosten traf. Auch auf den Aussenbahnen gab es kein Durchkommen, hier klärten Christian Quidort rechts sowie Fabian Minder und Martin Leiser links im Stile alter Haudegen stets souverän. Es ist dem vollen Einsatz der Aarauer Abwehr zu verdanken, dass die Berner nicht zu gefährlichen Chancen kamen. Ohne jede Furcht vor den körperlich überlegenen Bernern gingen die Aarauer mutig in die Zweikämpfe und gewannen sie meist. Nicht zuletzt dank diesem Kampfgeist kam Aarau im letzten Spiel des Tages zu einem knappen aber verdienten Sieg.

Wir kommen wieder
Keine Frage, die Aarauer sind auch nächstes Jahr wieder dabei, dies war der einhellige Tenor in der Aarauer Mannschaft. Wann, wie (als Teil der SVM?) und wo (Aarau?) ist noch nicht klar, das Ziel hingegen schon. Nächstes Jahr soll der Sieger BTV Aarau heissen.


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